↓ Zum Hauptinhalt springen
  1. Anleitungen/

Proxmox VE installieren: Dein eigener Virtualisierungsserver

Patrick Adams
Autor
Patrick Adams
Linux-Administrator und IT-Specialist. Ich schreibe über Server, Self-Hosting und Open-Source-Software, praxisnah und selbst getestet. Mehr über mich →
Inhaltsverzeichnis
Proxmox - Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
Teil 1: Dieser Artikel
Proxmox VE ist eine kostenlose Open-Source-Plattform für virtuelle Maschinen und LXC-Container. Die Installation dauert nur wenige Minuten, danach verwaltest du alles bequem im Browser.
Voraussetzungen: Ein 64-Bit-Prozessor mit Virtualisierungsunterstützung (Intel VT-x oder AMD-V), mindestens 8 GB RAM für sinnvolles Arbeiten, eine SSD oder NVMe mit mindestens 64 GB und ein USB-Stick mit mindestens 2 GB für die Installation. Alle Daten auf der Zielfestplatte werden gelöscht.

Installation vorbereiten
#

ISO herunterladen
#

Lade die aktuelle ISO-Datei von Proxmox VE von der offiziellen Seite herunter: proxmox.com/de/downloads

Bootfähigen USB-Stick erstellen
#

Am einfachsten geht das mit balenaEtcher: ISO auswählen, USB-Stick auswählen, auf Flash klicken. Unter Linux funktioniert es auch im Terminal, wobei du sdX durch deinen USB-Stick ersetzt:

dd if=proxmox-ve.iso of=/dev/sdX bs=4M status=progress conv=fsync
Prüf mit lsblk genau, welches Gerät dein USB-Stick ist. Ein Tippfehler bei dd überschreibt sonst die falsche Festplatte.

Virtualisierung im BIOS aktivieren
#

Bevor du installierst, schau im BIOS oder UEFI nach, ob die Virtualisierung eingeschaltet ist. Sie heißt meistens Intel VT-x, AMD-V oder SVM Mode. Ohne sie startet Proxmox zwar, kann aber keine virtuellen Maschinen ausführen.

Proxmox VE installieren
#

Vom USB-Stick booten
#

Steck den USB-Stick ein, starte den Rechner und wähl ihn im Bootmenü aus. Im Startbildschirm wählst du Install Proxmox VE (Graphical).

Installationsassistent durchlaufen
#

  1. Lizenz: Bestätige die Lizenzbedingungen.
  2. Zielfestplatte: Wähle die Festplatte, auf der Proxmox landen soll. Unter Options kannst du das Dateisystem wählen: ext4 für eine einzelne Platte, ZFS (RAID1) wenn du zwei gleiche Platten spiegeln willst.
  3. Land und Zeitzone: Deutschland, Europe/Berlin und das deutsche Tastaturlayout.
  4. Passwort und E-Mail: Lege ein sicheres Passwort für den Benutzer root fest und trag deine E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen ein.
  5. Netzwerk: Gib einen Hostnamen wie pve.home.lan, eine feste IP-Adresse, das Gateway und den DNS-Server ein. Merk dir die IP-Adresse, du brauchst sie gleich.

Nach einem Klick auf Install ist Proxmox in ein paar Minuten fertig. Zieh danach den USB-Stick ab und lass den Rechner neu starten.

Proxmox einrichten
#

Weboberfläche öffnen
#

https://IP-deines-Servers:8006

Ignoriere die Zertifikatswarnung mit Erweitert und Fortfahren. Melde dich mit dem Benutzer root und deinem Passwort an, als Realm bleibt Linux PAM eingestellt.

Beim Anmelden erscheint ein Hinweis, dass du kein gültiges Abonnement hast. Das ist normal: Proxmox ist komplett kostenlos, das Abo bringt nur Support und die besonders getesteten Enterprise-Updates.

Kostenlose Paketquellen einrichten
#

Ohne Abo schlagen Updates aus der Enterprise-Paketquelle fehl. So stellst du auf die kostenlose Quelle um:

  1. Klicke links auf deinen Server und dann auf Updates → Repositories.
  2. Deaktiviere die Einträge mit enterprise, also für Proxmox VE und für Ceph.
  3. Klicke auf Add und wähle No-Subscription.

System aktualisieren
#

Öffne über deinen Server die Shell und bring Proxmox auf den neuesten Stand:

apt update && apt full-upgrade -y
Nimm bei Proxmox immer full-upgrade und nie nur upgrade. Ein einfaches upgrade lässt manche Pakete aus und kann das System in einen halbfertigen Zustand bringen.

Danach kannst du deine erste VM oder deinen ersten LXC-Container anlegen. Die wichtigsten Befehle für die Shell findest du in meiner Übersicht der Proxmox-Befehle.

Proxmox - Dieser Artikel ist Teil einer Serie.
Teil 1: Dieser Artikel

Verwandte Artikel